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Bilder vom diesjährigen Klassik-Open-Air

finden Sie im FOTOALBUM.

Text/Foto: Ursula Kaiser-Biburger
Text/Foto: Ursula Kaiser-Biburger

Für das diesjährige Klassik-Open-Air am Rednitzhembacher Kunstweg hatte die Gemeinde mit dem Ebonit Saxophonquartett junge, internationale Musiker verpflichtet, die ihr musikalisches Können auf hohem Niveau präsentierten.

Beeindruckende spezielle Eigen-Arrangements für Saxophon von klassischen Kompositionen und einfühlsame und doch dynamische Interpretationen sorgten für ein vollendetes konzertantes Freiluft-Vergnügen. Bürgermeister Jürgen Spahl drückte darüber seine Freude aus und bedankte sich zudem bei den Mitarbeitern vom Bauhof für die sorgfältige und umfassende Aufbereitung des „Freiluft-Konzertsaals“ sowie beim Sponsor, der Sparkasse Mittelfranken-Süd, und dem Team um Rolf Schultheiß, das die Pausenversorgung übernahm. Akustisch top ausgesteuert, erlebte die große Besucherkulisse, die es sich auf der vorbereiteten Wiese in bester Picknick-Laune gemütlich gemacht hatte, ein exzellentes, fein auf einander abgestimmtes Ensembles, das sorgsam differenzierend zu agieren wusste.

Zu diesem Saxophonquartett, das sich in Amsterdam gefunden hatte, gehörten Johannes Pfeuffer (Tenorsaxophon und Moderation) aus Deutschland, Pauline Kulesza (Baritonsaxophon) aus Polen, Alberto Tárraga Alcañiz (Sopransaxophon) aus Spanien und Dineke Nauta  (Altsaxophon) aus den Niederlanden. Das Open-Air-Konzert stand unter dem Motto „Around the world“, also Melodien rundum die Welt.

Den Auftakt bildeten die drei Sätze des „Mailänder Quartetts“ von Mozart. Arrangiert hatte es das Ebonit-Quartett speziell für Saxophon, ohne Vernachlässigung einer  homogenen Ausführung, unter Berücksichtigung sämtlicher exakter Staccato-Passagen und den feinen typischen Mozart-Verzierungen, um der musikalischen Leichtigkeit dieses Werks Rechnung zu tragen. Weiter ging die musikalische Reise zum italienischen Opernkomponisten Gioachino Antonio Rossini, von dem das Ensemble ein buntes, lebhaftes Potpourri an Arien wie aus dem „ Barbier von Sevilla“ ausgewählt hatte. Nicht fehlen durfte ein musikalischer Stopp bei Antonin Dvorak, dem „Globetrotter“, dessen Weg nach Amerika führte. In dieser Zeit  (1893) entstand das „Amerikanische Streichquartett“. Der erste Satz davon, der hier zum Besten gegeben wurde, wirkte außerordentlich passend für das Saxophon-Instrument sowohl rhythmisch betrachtet, weil hier erste Jazz-Anklänge zu hören waren, als auch zeitlich gesehen. Zwar war dieses Werk für Streicher komponiert worden, aber zu jener Zeit war bereits das Saxophon im Jahr 1840 von dem belgischen Musiker und Instrumentenbauer Adolphe Antoine Joseph Sax erfunden worden, welches ein Instrument sein sollte, das klanglich zwischen den Holz- und Blechblasinstrumenten zu liegen hatte, Von daher war gerade dieser temporeicher, aber melodisch weiche Satz ideal für dieses Blechblasinstrument, das aufgrund seiner Tonerzeugung mit seinem schwingendes Rohrblatt wie bei der Klarinette, zu den Holzbläsern gehört. Ebenso überzeugend expressiv erklangen die vier Instrumente in den Tonlagen Bariton, Tenor, Alt und Sopran in den angestimmten drei Sätze aus dem Zyklus „Aus Holbergs Zeit“ von Edvard Grieg. Geradezu modern wirkten dagegen die drei typischen Gershwin-Kompositionen „Three Preludes“ mit jazzigen Anklängen. Reizvoll erschien der nächste Programm-Halt beim argentinischen Komponisten Astor Piazzola. Äußerst gelungen vermittelte das Ebonit Saxophonquartett in den beiden vorgetragenen Sätzen aus der „Suite del Angel“ von Astor Piazzola, dessen eigenwillige Verbindung von Klassik und Tango. Den offiziellen Abschluss dieser musikalischen Reise bildeten zwei Werke des kaum bekannten polnisch-jüdischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg, der in der Sowjetunion lebte. Das Schicksal seiner ermordeten Familie hatte er in seiner Musik nachhaltig verarbeitet. Daher zeigte sich das erste Stück getragen, sehr verhalten und spannungsvoll, das zweite aber eher witzig und originell. Nach dieser ausgezeichneten musikalischen konzertanten Reise geizte das Publikum selbstredend nicht mit langanhaltendem Beifall und durfte sich zum Schluss an einer Zugabe der jungen, erfrischend aufspielenden Musiker vom Ebonit Saxophonquartett erfreuen.  

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Die Inhalte werden von der Gemeinde Rednitzhembach gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an die Gemeinde Rednitzhembach wenden.

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Fax: 09122 692-143
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